Schwarze Johannisbeeren

Die im Herbst 2011 gepflanzte Schwarze Johannisbeere „Titania“ (Ribes nigrum) hat heuer die bisher üppigste Ernte erbracht. Das Ernten war etwas beschwerlicher als bei den roten und gelben Johannisbeeren, da viele Äste der Titania hier die Angewohnheit haben, sich nach einer Seite zu Boden zu neigen. Ich muss wohl besser beschneiden und vielleicht einen kleinen Zaun bauen.

Nichts desto trotz schmecken die geernteten Beeren hervorragend. Die schwarzen Johannisbeeren verfügen ja über ein ganz besonderes, unvergleichliches Aroma – das man schon als Geruch am Strauch wahrnehmen kann. Blütenknospenextrakt der Schwarzen Johannisbeere wird übrigens auch in der Parfümerie-Industrie verwendet.

Die Früchte sollen eine hohe Konzentration an Vitamin C haben, welches wunderbarerweise auch durch Erhitzen (anders als bei anderen Früchten) nicht zerstört bzw. nur unwesentlich gemindert wird. Ich stellte aus den Beeren ein Mus her – einen Teil roh und einen Teil gekocht. Vermischt mit Quark und Yoghurt und etwas Ahornsirup dazu … hm, deliziös.

Goldglänzender Rosenkäfer

Der Goldglänzende Rosenkäfer trägt diesen Namen nicht von ungefähr, wird aber auch Gemeiner Rosenkäfer genannt. Er gehört zur Überfamilie der Blatthornkäfer. Wie sein Name schon andeutet ist seine Oberfläche metallisch glänzend, die Farbe variiert von grün, bronzefarben, golden bis blauviolett. Der Käfer ist 1,5 bis 2 cm lang und fliegt von April bis Oktober in ganz Europa.

Die erwachsenen Rosenkäfer sind oft an Blüten von Rosen, Obstgehölzen oder Holunder zu finden – hier erschien ihm eine Zierlauch-Blüte attraktiv.

Die Larven der Überfamilie Blatthornkäfer nennt man Engerlinge. Dazu gehören neben den Rosenkäfern die Mai- und Junikäfer, die Gartenlaubkäfer und Nashornkäfer.
In diesem Zusammenhang ist es interessant zu wissen, dass die Engerlinge des Rosenkäfers im Kompost und in morschem Holz leben. Sie gelten als Nützlinge und erweisen sich als sehr wertvoll in Komposthaufen. Außerdem sind sie nach der Bundesartenschutzverordnung eine besonders geschützte Art und nicht zu verwechseln mit den Engerlingen des Mai- und Junikäfers, die als Schädlinge gelten und niemals im Kompost zu finden sind.
Wieder was gelernt! Die beim Umsetzen meines Kompostes entdeckten Engerlinge waren demnach Rosenkäfer-Larven – gut für den Kompost.

Wildbienennest

Im Falz eines Fensterflügels unserer Wohnung entdeckten wir das Nest einer Wildbiene. Leider wurde es beim Öffnen des Fensters beschädigt, konnte ja keiner ahnen … auf diese Weise boten sich uns allerdings interessante Einblicke. Es handelt sich hier um ein sogenanntes Liniennest einer Solitärbiene. Ein Liniennest enthält hintereinander angelegte Zellen für je eine Larve. In unserem Fall wurden die Zellenkammern mit einer Art Mörtel aus Steinchen und Lehm gebaut – nach meinen Recherchen muss hier eine Mauerbiene am Werk gewesen sein. Die Zellen sind mit Pollen gefüllt. An jeden Pollenklumpen legte die Biene ein Ei und verschloss die Zelle. Darin wachsen nun die Larven und nähren sich vom Pollenvorrat.

Winter-Garten mit Schnee und Sonne

bei einem winterlichen Spaziergang stattet ich meinem Garten einen Besuch ab. Friedlich ruht er im eisigen Frost unter einer glitzernden Schneedecke. Die Spuren im Schnee verraten, dass Vögel, Mäuse und Co. von den liegen- und hängengebliebenen Äpfeln profitiert haben.


Von den im Herbst in der Gartenhütte eingelagerten Äpfeln konnte ich vor Beginn der frostigen Temperaturen einige in heimische Kühlschränke übersiedeln – für alle reichte leider der Platz nicht. Die restlichen verbliebenen Äpfel sind nun tiefgefroren. Ich lege sie unter den Apfelbaum, da werden sie hoffentlich noch Nahrung für die Tiere sein.
In Nachbars Garten hat ein alter Pflaumenbaum den Winter nicht überlebt, er ist einfach umgefallen. Und eines meiner Wasserfässer hielt wohl dem Eisdruck nicht ganz stand, es steht jedenfalls komisch schräg. Hätt’ ich mal lieber die Bambusstäbe reingesteckt, so wie in den letzten Jahren …

Pflanzung Beerenstäucher

An der Umgestaltung des Gartens arbeite ich schon seit der Übernahme 2010. Nun nach sechs Jahren ist der letzte unbearbeitete Bereich in Angriff genommen: Wildwuchs entfernt und deponiertes Material umgelagert, Boden gelockert und vier Beerensträucher gepflanzt. Zwei Sorten der Sibirischen Blaubeere (auch Honigbeere) – „Blue Velvet“ und „Eisbär“ – sowie eine Jostabeere und Schwarze Johannisbeere „Dr. Bauer’s Ometa“ haben hier ein neues Zuhause. Mögen sie kräftig gedeihen und fruchten.

Quartier für Fledermäuse

Fledermauskasten Da sich im letzten Herbst eine Fledermaus hinterm Fensterladen einen Ruheplatz gesucht hatte, beschloss ich den Nachtjägern nun ein ordentliches Quartier anzubieten. Mangels Zeit zum kompletten Selbstbauen orderte ich beim Nabu zwei sogenannte Spaltenkästen als Bausatz. Diese Kästen sind besonders für Zwergfledermäuse geeignet. Jetzt sind sie am Gartenhäuschen montiert.

Fledermauskasten

Strauchschrecke

Gemeine Strauchschrecke

In meinem Garten auf einem Astilbenblatt sonnt sich die Gemeine oder Gewöhnliche Strauchschrecke (Pholidoptera griseoaptera), eine Langfühlerschrecke aus der Familie der Laubheuschrecken.

Die 13-20 cm langen Schrecken lieben u.a. sonnige Waldränder mit mittelhohem bis hohem Bewuchs, auch hohe Wiesen in Parks und Gärten. In Mitteleuropa sind sie weit verbreitet. Die Tiere sind flugunfähig mit ganz kurzen Restflügeln. Die Männchen haben etwas größere Vorderflügel, die sie zur Schallbildung für ihren Gesang benötigen. Die kurzen „Zri“-Rufe sind tagsüber und bis tief in die Nacht hinein von Juli bis Oktober zu hören. Die Weibchen haben eine nach oben gebogene, sichelartige Legeröhre (auf dem Foto zu sehen).

Hochbeet-Bau

Ein Hochbeet ist eine feine Sache mit einigen Vorteilen: Gartenabfälle können bei der Befüllung untergebracht werden und man braucht sich später beim Pflanzen, Pflegen und Ernten nicht so tief bücken. Doch zunächst will so ein Hochbeet erst einmal gebaut sein, sprich die Umrandung. Dafür warteten bereits auf das richtige Maß zugesägte alte Holzbalken seit einiger Zeit auf ihren Einsatz (siehe Vorbereitungen Hochbeet). Nun endlich kam der passende Zeitpunkt für den Aufbau. Auf eine Folienverkleidung der Innenwände habe ich verzichtet, der Einsatz von Plastik soll sich in Grenzen halten. Die dicken Balken werden auch so viele Jahre halten. Wichtig ist eine Boden-Abdeckung mit feinem Maschendraht als Wühlmaus-Schutz, in meinem Garten unerlässlich.

Hochbeet-Bau

Bei der Befüllung begann ich mit dem grobem und feineren Gehölzschnitt, der sich schon wieder reichlich angesammelt hatte. Es sind etwas mehr als die empfohlenen 30 cm Schichtdicke geworden. Auf und zwischen das Reisig gab ich Lehmerde, die von Erdarbeiten übrig war. Ein paar mal ordentlich Hüpfen auf der Gehölzschicht, schon verringerte sich die Schichtdicke etwas.

Die nächste Schicht der Hochbeet-Füllung aus Staudenrückschnitt, Laub und sonstigen Garten- bzw. Küchenabfällen wird ein Langzeitprojekt. D.h. ich sammle meinen Kompost in nächster Zeit in diesem Hochbeet. Erst wenn genügend gesammelt und angerottet ist, wird die letzte Schicht aus reifem Kompost oder Humuserde aufgefüllt. Dann kann das Beet bepflanzt werden …

Große Heidelibelle

Meine Recherche ergab, dass es sich bei der hier beobachteten Libelle um die Große Heidelibelle (Sympetrum striolatum) handeln muss – eine Libellenart aus der Familie der Segellibellen. Nach dem Schlupf sind Weibchen und Männchen ähnlich gefärbt. Mit dem Altern bilden sich farbliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern heraus. Das fotografierte Tier dürfte ein Weibchen oder ganz junges Männchen sein.

Große Heidelibelle - Weibchen oder ganz junges Männchen

Die ausgereiften Libellen entfernen sich zum Teil mehrere Kilometer vom Schlupfgewässer. Sie besuchen vornehmlich Wiesen, Waldlichtungen und Gärten. Die Hauptflugzeit liegt in Mitteleuropa zwischen Juli und Oktober. Für die Fortpflanzung bevorzugt diese Libellenart sonnige, flache, nicht zu hoch bewachsene Gewässer. Die Großen Heidelibellen sind Ansitzjäger, dabei kann man sie gut beobachten.

 

Großes Ochsenauge

Ein weiterer Tagfalter flattert hier umher: das Große Ochsenauge (Maniola jurtina) aus der Familie der Edelfalter. Dieser Falter mag offene, trockene bis leicht feuchte Bereiche, wie z.B. Waldränder. Er ist eine der häufigsten Augenfalter-Arten und auch in Gärten oft anzutreffen. Das Große Ochsenauge fliegt in einer Generation von Juni bis Anfang September.


Männliche und weibliche Falter unterscheiden sich in der Farbgebung. Die Flügeloberseiten der Männchen sind fast einfarbig dunkelbraun gefärbt. Die Weibchen haben ebenfalls dunkelbraune Flügeloberseiten, aber mit einen ausgedehnten, mehr oder weniger deutlichen orangen Fleck auf der Mitte der Vorderflügel. Beide Geschlechter haben nahe der Flügelspitze einen Augenfleck, dieser ist bei den Weibchen jedoch deutlich größer. Die Färbung der Unterseiten ist bei beiden fast identisch, der Augenfleck der Vorderseite ist hier ebenfalls zu finden.

Landkärtchen

Edelfalter Landkärtchen (Sommergeneration)Schon wieder ein neuer Besucher aus der Familie der Edelfalter: das Landkärtchen (Araschnia levana), auch Landkärtchenfalter. Dieser Tagfalter bewohnt feuchte Staudenfluren in lichten Wäldern und an Waldrändern – keine Wunder also, ihn hier in meinem Waldrandgarten anzutreffen.

In jedem Jahr gibt es zwei Falter-Generationen, die sich optisch stark voneinander unterscheiden. Dieser Unterschied entsteht durch die Tageslänge während der Raupenentwicklung.
Die Frühjahrsgeneration fliegt von April bis Mai, gefärbt in Rot-Orange mit schwarzen Flecken. Aktuell fliegt die Sommergeneration von Juli bis August, ihre Färbung ist dunkel mit einem breiten, weißen Rückenband und kleinen orangen Flecken (siehe Fotos). Die von der zweiten Generation abstammenden Puppen überwintern und werden zu Faltern der ersten jährlichen Generation.
Der Name des Landkärtchens rührt von der Zeichnung der Flügelunterseiten her, deren Linien an eine Landkarte erinnern.

Felsenbirnen-Ernte

Die 2010 gepflanzte Felsenbirne (Amelanchier ovalis) hat heuer reich getragen und mir die erste wirkliche Ernte beschert. Zwar trug sie auch in den letzten Jahren Früchte, aber zu wenige oder schnell vertrocknete – bestimmt waren auch Vögel flinker als ich (gegönnt ist es ihnen).
Die Pflanzengattung der Felsenbirnen gehört zu den Kernobstgewächsen in der Familie der Rosengewächse. Die kleinen kugeligen Apfelfrüchte sind im reifen Zustand dunkelrot bis schwarzblau und Blaubeeren nicht ganz unähnlich. Aus ihnen lässt sich Marmelade oder Mus mit marzipanähnlichem Beigeschmack herstellen. Beides habe ich ausprobiert – das Fruchtmus ist z.B. gemischt mit Quark oder Joghurt ein Genuss.